Unfall 3Türer in 31028 Gronau

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Roman
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Re: Unfall 3Türer in 31028 Gronau

Beitrag von Roman »

Hast du den Kleber auch richtig ablüften lassen?
Sonst dringt der noch flüssige Kleber in die Schaumstoffkaschierung ein und verklebt die.
Resultat: Druckstellen, die man auch nicht mehr herausziehen kann, da sie vom eingedrungenen Kleber zusammengehalten werden.

Grüße
Roman
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Harryj19
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Re: Unfall 3Türer in 31028 Gronau

Beitrag von Harryj19 »

Wir haben den Himmel erst mal dünn mit Kleber bestrichen und trocknen lassen. Am nächsten Tag haben wir den Kleber beitseitig aufgetragen und den Stoff von vorne nach hinten verklebt. Angedrückt haben wir den Stoff in den Vertiefungen gleichmäßig mit den Fingern. Auf den Flächen haben wir ihn mit einer Rolle angedrückt. Hat mich alles an tapizieren erinnert. Die Arbeit hat unter Aufsicht eines Sattler stattgefunden. Der Kollege hat ein paar Ecken bemängelt. Ich finde es für das erstmal nicht schlecht.
Wichtig ist wie Roman schreibt das man die Ablüftzeit einhält. Der Kleber sollte beste Wahl sein, der muss richtig was aushalten. Letztendlich sind für Material ca 200€ draufgegangen. 😳
MfG Harry
Chris aus Hamm
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Re: Unfall 3Türer in 31028 Gronau

Beitrag von Chris aus Hamm »

Bewährt hat sich in vielen Fällen das gute alte Helmipur.

https://www.ottozeus.com/swiftrcol-2146 ... 15146.html

Hab als Garagennachbarn ein paar Freaks die für Ihre Lowrider deren komplette Innenausstattungen in Plüsch und Leder und Latex und was weiß ich noch alles damit in ihre Kisten kleben.

Gruß aus Hamm
Christian
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Günter
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Re: Unfall 3Türer in 31028 Gronau

Beitrag von Günter »

Harryj19 hat geschrieben: Mo 12. Dez 2022, 19:55 haben wir den Kleber beitseitig aufgetragen und den Stoff von vorne nach hinten verklebt.
MfG Harry
Hallo, als ich vor paar Jahren den gekürzten Himmel für meinen Anänger (Blechzelt) von einem Sattler beziehen lies, begann er in der Mitte des Preßformteils und arbeitete sich in alle Richtungen zum Rand vor. Für die Klebungen in den Rillen benutzte er vorhandene Holzstücke.
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Bei den Klebungen der Seitenteile mit braunem Kunstleder arbeitete er an einigen Stellen noch mit einem Föhn. Teilweise sollte ich die lockeren Teile dabei noch festhalten.
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MfG
Günter

1956 Warszawa M20
1983 Passat GL Coupe
2016 Passat GLS Anhänger
1985 Passat Variant CL TD , 466 338 km Erstbesitzer (TOT)
1994 Astra F Cabrio Bertone
2000 Passat 3B Var PD
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JosAcc
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Re: Unfall 3Türer in 31028 Gronau

Beitrag von JosAcc »

Vielen Dank für die Tipps. Ich werde den Kleber mal testen und mich exakt an die Ablüftzeiten halten (eher zuviel als zu wenig).
Grüße, Jonas
Harryj19
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Re: Unfall 3Türer in 31028 Gronau

Beitrag von Harryj19 »

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Am Wochenende konnte ich endlich mal den Santana hochheben und von unten gründlich inspizieren. Der erste Eindruck war gar nicht so schlecht. Ziemlich viel U-Schutz, nicht schön aber leider normal. Das war in den 80er und 90er das Allheilmittel. Im rechten Radhaus ist noch etwas Rost zu sehen. Ich werde es vorsichtshalber blank machen um sicher zu sein wie es aussieht. Hier ist schon geschweißt worden.
Mein Misstrauen gegenüber den fremden Schweissarbeiten ist auf der linken Seite begründet. Wie auf Bildern zu sehen ist, hat es die Achsaufnahme erwischt (Bild3). Hier wurde einfach ein Blech drüber gebruzzelt und U-Schutz drüber geschmiert. Das Blech war schon wieder durch, dahinter alles morsch und nix konserviert. Also habe ich alles rausgetrennt, Bleche angefertigt und bau mir jetzt wieder eine Achsaufnahme. Eigentlich wollte ich das nie wieder machen, aber was soll ich tun? Auto weiter verkaufen? Ist wahrscheinlich nur mit Verlust möglich und schwer mit dem Schaden. Verschrotten? Bring ich nicht übers Herz. Wegstellen und abwarten? Davon wird es nicht besser. Also reparieren, mittlerweile weiß ich ja wie es geht.
Aber warum rosten die Achsaufnahmen? Gerade die Vorfacelift Modelle scheinen schlimmer betroffen zu sein. Bei jüngeren 32b ist mir das noch nicht so aufgefallen.
Bemerkt habe ich beim Öffnen der Hohlräume das einer gar nicht zugänglich ist. In Bild 1(von meinem Passat) sieht man das Hohlraum 2 ohne Wachs ist. Nr 1 ist über den Stopfen hinten im Radlauf zu erreichen. Die Nr 3 ist der Längstträger. Er ist von hinten zu erreichen wo die Stossstange befestigt ist. Ausserdem von oben unter der Sitzbank. Ein Teil der Nr 2 ist das Verstärkungsblech der Achsaufnahme. Da hier kein Wachs hin kommt kann es ewig lange im Verborgenen gammeln. Wenn man es irgendwann von aussen sieht, ist es innen schon ganz schön morsch. Also habe ich mir Gedanken gemacht und als Lösung einfach ein zweites Loch ins Radhaus gebohrt (Bild 2). Ungefähr auf Höhe des Originalen, auf der inneren Seite der Naht die durch das Radhaus verläuft. Dann ist der Hohlraum sehr gut zu erreichen um ihn zu konservieren. Gerade den Ganzjahresfahrer würde ich die Kontrolle sehr empfehlen.
MfG Harry
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Harryj19
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Re: Unfall 3Türer in 31028 Gronau

Beitrag von Harryj19 »

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Mittlerweile ist die Achsaufnahme am Santana hinten links fertig geschweißt. Natürlich habe ich die Rechte auch blank geschliffen und vom vorhandenen Rost befreit. Zum Glück war er nur oberflächlich und gut weg zu schleifen. Rostumwandler und EP Grundierung sollte hier dauerhaft für Ruhe sorgen. Vorsorglich habe ich noch mit einem Endoskop die Hohlräume kontrolliert. Nix Auffälliges gesehen, also wird da gut mit MS Fett konserviert. Allerdings warte ich damit noch bis die Außentemperaturen etwas höher sind. In meinem Hobbyraum schaffe ich es mit meinem Ofen bei 0 bis - 5° Grad draußen, innen ca 10° Raumtemperatur. Das reicht aus zum Arbeiten, aber alles was etwas Wärme zur Verarbeitung braucht ist schwierig.
Zur Bearbeitung der Achsaufnahme musste die Achse sowieso raus. Frohe Kunde, die Achslager sind wie neu, wahrscheinlich hat die schon jemand getauscht. Super, den die Bremleitungen und Schläuche sind auch noch in gutem Zustand. Aus Sicherheitsgründen habe ich dann auch noch den Tank rausgeholt. Ist nicht soviel Mehrarbeit und wesentlich sicherer wenn man in der Nähe rumschweisst. Bei so altem Zeug weiß man nie wer, wo, was undicht ist oder sein könnte.
Jetzt kommt man gut dran, also Flex mit Drahtbürste her und das rechte Radhaus blank gemacht. Sicher ist sicher hier mal in allen Ecken nach dem Rechten zu sehen. Drei Löcher habe ich gefunden, 4 Bleche zugeschnitten und eingeschweißt. Auch hier wieder Fertan und EP Grundierung. Als nächstes abdichten und Steinschlagschutz drauf. Um nicht nochmal so ein Fiasko wie beim Passat zu erleben, habe ich diesmal alles von einem Hersteller gekauft. Daumen drücken das es diesmal ohne Katastrophe funktioniert.
Während Rostumwandler und Grundierung trocknen, kann man ja noch schnell eine weitere Baustelle aufmachen. Da liegt noch das 5 Gang Getriebe (3M) von meinem Passat im Ecken. Im Santana ist ein 4 Gang. Und die Kupplung geht trotz neuem Seil auch alles andere als leicht. Also Bäumchen wechsle dich. Heute erst mal 3 Stunden Getriebe gereinigt. Wahnsinn was sich in 40 Jahren an Dreck ansammelt unf festsetzt. Erst im Schneetreiben mit dem Hochdruckreiniger, dann mit Schraubendreher, Drahtbürste und Bremsenreiniger die letzten Ecken gereinigt. Sieht schon fast zu ordentlich aus. Nun wird es noch mit Konservierungswachs versiegelt damit es nicht anfängt zu blühen.
Alles in allem wieder mehr als geplant, aber alles noch im grünen Bereich und ohne das Budget zu sprengen. Ich bin zuversichtlich das der Santana im März wieder auf der Straße ist.
MfG Harry
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Harryj19
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Re: Unfall 3Türer in 31028 Gronau

Beitrag von Harryj19 »

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Diesmal hat sich die Rostschutzgrundierung, die Nahtdichtmasse, der Steinschlagschutz und der Lack vertragen. Es gab keine Probleme. Ich habe die einzelnen Arbeitsschritte immer mindestens 2 Tage trocknen und ablüften lassen. Vor dem Konservieren mit Fett baue ich die Autos immer soweit zusammen wie möglich. Sonst greift man hinterher zwangsläufig in die frische Fettschicht, beschädigt diese wieder und versaut sich, das Werkzeug und alles andere drumherum. Der Rostschutz ist nachgewiesenermaßen der Beste den es gibt, genauso aufwendig ist aber die Verarbeitung und das Leiden beim späteren Schrauben an entsprechend behandelten Teilen. Bei einer Unterhaltung mit einem befreundeten Karosseriebauer hat er mir Fluid Film empfohlen. Er verwendet es seit Jahren mit guten Ergebnissen und die Verarbeitung ist wesentlich einfacher. Also muss ich das doch auch mal probieren. Dafür habe ich meine Türen auserkoren. Der Santana soll diesen Sommer auch als Alltagsauto dienen. Da das zwangsläufig auch Regeneinsatz beinhaltet lege ich seit jeher grossen Wert auf ordentliche Türfolien. Aus jahrzehntelanger Erfahrung haben sich diese mit als Hauptquelle bei Wassereintritt im Innenraum herausgestellt. Also das Gute mit dem Nützlichen verbinden, die Türverkleidungen demontieren, die Folien inspizieren und die Türen konservieren. Das war von vorneherein geplant da die Türen von aussen rostfrei sind und das auch bleiben sollen. Bei der Demontage der Verkleidung dann das vermutete Ergebnis: Vordere Folien nur noch in Fetzen vorhanden, eine hinten komplett abwesend und die Andere fast intakt. Nach beseitigen der Reste kamen in der Tür leichter Rostansatz um die Ablauflöcher zum Vorschein. Genau das Richtige um Fluid Film zu testen. Die Falzen habe ich geflutet und den Rest ordentlich eingesprüht. Alles mit der Sprühdose. Die Verarbeitung ist wirklich gut, kaum Nebel, haftet auch an senkrechten glatten Stellen und frischt sogar vorhandene Konservierungsmittel wie Wachs oder U-Schutz wieder auf durch das enthaltene Kriechöl. Nur der Geruch ist nicht so mein Ding. Zum Glück verfliegt der nach ein paar Tagen. Die Türfolien habe ich dann nach bewährter Methode angebrachte. Ich mache die immer zweiteilig. Die Erste wird in der oberen Hälfte normal angebracht und dann im unteren Teil in das Innere der Tür bis kurz über deren Boden hängen lassen. An dieser Folie kann das Wasser bis unten hin laufen. Ab der Mitte der Tür klebe ich eine zweite Folie um den unteren Teil dicht zu machen. Selbst wenn dieser Teil nicht 100% dicht ist dringt kein Wasser nach innen. Auch der Zustand der Schachtleisten ist relativ egal. Was oben rein fliesst muss nur unten wieder raus können. Dieses System hat sich seit Jahren bei allen älteren VW Modellen bewährt.
Noch ein paar Worte zu dem Zusammenbau vor dem Fetten. Tank rein, Spritleitungen durchblasen, Bremsleitungen von Unterbodenpampe befreien (das macht einen guten Eindruck bei der HU), Hinterachse einbauen, Dabei neue Stossdämfer hinten mit Anschlaggummis und baff! Die neuen Stossdämpfer sind nicht mit den Federn kompatibel. Bei Original oder anderen Anbietern ist die unterste Schutzkappe aus Kunststoff und abnehmbar. Bei diesen Stossdämpfern von MEYLE ist es eine verpresste Metallhülse. Auch mit Gewalt lässt sich die Feder weder drüber schieben noch draufdrehen oder sonst was. Man könnte die Feder oder die Hülse die fehlenden mm abschleifen oder, besser, sie zurückschicken. So geschehen und nun Sachs verbaut. Dann den Auspuff wieder rein, Auto abgedeckt und gefettet. Stossstangen wieder dran, Kofferraumverkleidungen einbauen, Radhausschalen montiert und nach Olafs Vorbild einen zusätzlichen Spritzschutz im hinteren rechten Radhaus angebracht. Gute Idee Olaf, hab es mir in deinem Blog abgeschaut.
Jetzt steht er wieder auf den Rädern und es fehlen noch die Stossleisten auf der Beifahrerseite(?). Da mach ich mir mal Gedanken wie ich die möglichst gerade in einer Linie anbringe.
MfG Harry
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Olli32b
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Re: Unfall 3Türer in 31028 Gronau

Beitrag von Olli32b »

Super geschrieben Harry! =D>

Ich möchte meinem Santana auch neue Stoßdämpfer gönnen im Sommer. Welches Fabrikat/Typ empfiehlt sich denn nun? :-k
Harryj19
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Re: Unfall 3Türer in 31028 Gronau

Beitrag von Harryj19 »

Mit Sachs Dämpfer ist man immer recht gut beraten. Auch KYP hatte ich schon im Auto, hat funktioniert. Von Monroe halte ich nicht soviel, und Meyle ist komplett aus dem Rennen.
Bei einer Tieferlegung sieht es eventuell ganz anders aus, bisher hatte ich aber noch keinen tiefergelegten 32b. Da habe ich nur Erfahrung mit anderen Modellen.
MfG Harry